Dienstag, 28. Mai 2013

VENI VIDI VICI



„Ich kam, ich sah, ich siegte!" – diese Wörter beschreiben am besten das, was Miuccia Pradas Frühlingskollektion 2013 für Miu Miu mit mir gemacht hat - natürlich, wenn die Kollektion selbst gehen, sehen und siegen könnte, von der Fähigkeit zu sprechen mal abgesehen. :)

Diese langen Röcke, Riesenkristalle um die Hälse und die Armgelenke, Pelzstolas, die von den nackten Füssen in Sandalen gar nicht gestört zu sein schienen, und, was mich direkt ins Herz getroffen hat, die Jeansjacken, die überhaupt nicht wie Jeansjacken geschnitten wurden. Insgesamt eine Art gestörter Eleganz, wie aus der anderen Welt, so faszinierend, dass ich der Verführung nachgab und mir immer wieder wie hypnotisiert diese Jacken angeschaut habe. Erst auf der style.com Homepage, dann auf den seltsam unruhig wirkenden Bildern aus der Werbekampagne der Marke, die mich fast überzeugt haben, Antonionis „Il deserto rosso“ endlich mal zu sehen. Später kamen noch die unzähligen Fashion-Editorials in den Zeitungen dazu – ja, es stimmt, die Kollektion hat nicht nur mir gefallen, sondern auch sehr, sehr vielen Moderedakteurinnen.

Ich habe diese Jacken in Florenz anprobiert, ich dachte, die Obsession würde mich vielleicht verlassen. Nein, hat sie nicht. Zurück in Hamburg, wieder mal in den Zeitungen blätternd, habe ich beim Anschauen eines weiteren Models mit dem Objekt meiner Begierde auf den Schultern endlich verstanden, dass ich etwas dagegen unternehmen muss.

Aber was denn? Zum Alsterhaus gehen, Jeansstoff kaufen und…

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